Projekte: SCMM – Service Center Migration Marburg

Arbeit und Umschulung
Migration und Flucht

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Die Beschäftigungsquote von Migrantinnen und Migranten ist immer noch – trotz guter Arbeitsmarktlage – unter dem allgemeinen Durchschnitt. Bei Frauen ist die Abweichung sogar noch größer. Aus Untersuchungen ist bekannt, dass es eine sog. Stille Reserve gibt – das sind Menschen, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, aber nicht von den Regelsystemen der Arbeitsförderung erfasst sind.

„Stille Reserve“ sind nicht nur Menschen ohne Beschäftigung, sondern auch solche, die eine andere, ihren Qualifikationen mehr entsprechende Beschäftigung suchen, die ihr Studium beenden oder die nach der Schulausbildung noch ohne Perspektive sind und nicht bereits an Förderungen teilnehmen.

Das SCMM bietet einen niedrigschwelligen, diskriminierungsfreien Beratungsansatz für diese Menschen und unterstützt sie in allen Fragen rund um den (Wieder-) Einstieg in den Beruf. Das Angebot beinhaltet individuelle Beratung, EDV- und Bewerbungstraining, Informationen rund um Arbeitsmarkt und soziale Unterstützungsmöglichkeiten. Ziel ist, alle auftretenden Fragen rund um den (Wieder-) Einstieg in den Beruf aus einer Hand beraten und begleiten zu können, wobei selbstverständlich auch weiterführende Unterstützungsangebote anderer Träger in Anspruch genommen werden können. Notwendige Fahrtkosten oder Kosten für Bewerbungen können übernommen werden.

Das SCMM ist ein Modellprojekt nach § 135 SGB III, d. h. es werden neue Wege der Arbeitsförderung erprobt, die noch nicht zu den Regelleistungen gehören.

Kurzüberblick
  • Kurzbeschreibung:

    Aktivierung und Integration in den Arbeitsmarkt von Menschen mit Migrationshintergrund, die keine Leistungsbezieher des SGB II oder III sind, die unterqualifiziert arbeiten oder die noch nicht von den Regelsystemen der Arbeitsförderung erfasst sind.

  • Standorte: Marburg und Stadtallendorf (Beratungsbüro)
  • Laufzeit: 05.12.16 bis 04.12.18
  • Zielgruppe:

    sog. stille Reserve der Bevölkerung mit Migrationshintergrund

  • Teilnahmevoraussetzungen:

    Kein aktueller Leistungsbezug SGB II oder SGB III. Bitte im Einzelfall erfragen.

So finden Sie uns
Arbeit und Bildung e.V. - Haupthaus
Krummbogen 3
35039 Marburg
Kontakt

Sie mussten aus Ihrer Heimat fliehen? Haben Sie dort vor Ihrer Flucht studiert?

Und haben Sie dieses Studium nicht zu Ende bringen können?

Weil Sie fliehen mussten? Oder Sie haben in Ihrer Heimat einen Beruf gelernt? Möchten Sie hier in Deutschland weiter das arbeiten können, was Sie in Ihrer Heimat schon gemacht haben? Sie können aber nicht beweisen, was Sie schon gearbeitet haben. Weil Sie auf der Flucht Ihre Zeugnisse verloren haben. Oder weil Sie gar keine Beweise mitnehmen konnten. Kommen Sie zu uns.

Denn bei "Arbeit und Bildung e.V." gibt es das "Service Center Migration".

Hier können Sie erfahren, wie Sie Hilfe bekommen können.

Wir finden heraus, wie Sie alles erfahren können, wenn Sie noch nicht gut Deutsch sprechen. Sie können uns alles fragen, was Sie nicht wissen.

Zum Beispiel: Sie möchten wissen, was Sie hier alles arbeiten können.

Dann sprechen wir mit Ihnen darüber, was Sie schon gelernt haben.

Und was Sie deshalb arbeiten können. Zum Beispiel: Ein Hand-Werk.

Ein Hand-Werk ist zum Beispiel die Arbeit mit Holz.

Oder Sie haben gelernt, Metall zu bearbeiten.

Vielleicht haben Sie auch gelernt, Kleidung zu nähen.

Wir können Ihnen auch bei anderen Sachen helfen.

Zum Beispiel: Woher bekommen Sie Geld, damit Sie an einer Universität Ihr Studium fertigmachen können? Oder Sie müssen sehr gut Deutsch lernen. Damit Sie an einem Computer arbeiten können, der nur Deutsch kann. Wir versuchen dann, Ihnen zu helfen. Sie können bei uns die deutsche Sprache lernen. Sie können bei uns auch lernen, mit einem Computer zu arbeiten.